Caritasverband Deutschland
01.09.17

Graffitiworkshop voller Erfolg

Der Raum im Gebäude des Caritasverbandes Minden e.V. in der Königstraße war für den anstehenden Graffiti-Workshop gut präpariert – auf den Tischen lagen Stifte und Zeichenpapier, hier und dort standen Spraydosen bereit, auch wenn es bei diesem ersten Zusammenkommen vielmehr um das Kennenlernen untereinander, erste künstlerische Gehversuche und Skizzenzeichnungen und weniger um das Sprühen von Graffitis ging.

Unter der Leitung von Samira Mertens (Ehrenamtskoordinatorin der Caritas), Mattias Voss (Grafik-Designer) und in Kooperation mit der Caritas-Konferenz der Dom- und Mauritiusgemeinde nahmen an insgesamt sechs Terminen in den Sommerferien bis zu 20 Jugendliche an diesem Projekt teil.

Die Intention hinter dem Workshop galt der Jugendarbeit, die im Rahmen von „youngcaritas“ auch in Minden angeboten werden soll. Hierfür taten sich Anke Kues-Albers (Koordinatorin für Caritas und Ansprechpartnerin „youngcaritas“) und Samira Mertens (Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingsarbeit) zusammen und der Entwurf eines internationalen Graffiti-Workshops war geboren. Die Zielgruppe waren Jugendliche unterschiedlicher Nationalität im Alter von 12 bis 19 Jahren.

Die Möglichkeit gemeinsam aktiv zu werden, vorurteilslos und angstfrei aufeinander zuzugehen und sich kennenzulernen, fernab kultureller Unterschiede, eines etwaig unterschiedlichen Bildungsstatus oder eventueller Sprachbarrieren, das lag den Initiatoren am Herzen.

Nach den ersten beiden Terminen im Caritasverband, fanden die folgenden Treffen bei bestem Wetter im Jugendkreativzentrum Anne Frank in Minden statt. Nun stand alles im Zeichen des Sprühens von Graffiti. Mit Erfolg und viel Freude brachten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die u.a. aus Syrien, Deutschland, Rumänien oder Guinea stammten, ihre Skizzen auf die Wände und so hatte jeder am Ende des Tages ein kleines Kunstwerk geschaffen.

Die Bilder sind leider nicht von Dauer. Am Jugendkreativzentrum existieren mehrere Wände, die legal besprüht werden können. Dies nennt sich in der Szene „Hall of Fame“ und so kann es sein, dass andere Graffiti-Künstler diese wieder übersprühen. Aus diesem Grund wurden MDF-Platten für den Workshop organisiert, welche von den Jugendlichen an den letzten zwei Terminen mit ihren Bildern besprüht und bemalt wurden. Somit konnten die eigenen Bilder mit nach Hause genommen werden und zieren nun das heimische Zimmer. Eine schöne Erinnerung an den Workshop!

 

 

Während des gesamten Workshops war zu bemerken, dass die Jugendlichen keinerlei Vorurteile hatten und offen aufeinander zugingen. Die Atmosphäre war von kreativem Ehrgeiz, Unbefangenheit und Freude am Tun geprägt. Auch das Feedback der Jugendlichen war durchweg positiv und alle Mitwirkenden würden sehr gern erneut an einem Projekt der Caritas teilnehmen.

Die Verantwortlichen sind froh, dass sie einen kleinen Teil zur Integration beitragen konnten.

 

 

Besonderer Dank für die gelungene Kooperation und die finanzielle Unterstützung gilt der Caritas-Konferenz der Dom- und Mauritiusgemeinde, die nicht nur 10% der Kosten selber getragen haben, sondern auch Gelder aus dem Bischofsfond für dieses Projekt akquiriert haben.

Auch danken die Initiatoren dem Jugendkreativzentrum Anne Frank für die kostenfreie Nutzung von Werkstatt und Wänden. Ebenfalls einen herzlichen Dank an „Montana-Cans“, die einen Teil der Sprühdosen kostenlos zur Verfügung stellten.